Kappler TalMensch · Zeit · ErdeKarte

Mensch,Zeit,Erde.

Zwei Rundwege durch das Kappler Tal am Fuß des Schauinslands. 38 Stationen erzählen von Bergbau und Bauernhöfen, von Holzskulpturen und den Stimmen des Waldes.

  • Kleiner Rundweg · 6,95 km
  • Großer Rundweg · 12,8 km
Rundwege
2
Infotafeln
19
Skulpturen
7
Klangorte
10
Hörstücke
64

IDer Ort

Kappel, ein Schwarzwälder Zweitälerdorf, das zum Stadtteil wurde.

Dort, wo die Bäche aus dem Großen und Kleinen Tal sich vereinen, stand wohl die Kapelle, der Kappel seinen Namen und sein Ortswappen verdankt. Es waren die Zähringer, die im Zuge der Erschließung des Schwarzwalds auch das Kapplertal, bestehend aus Groß- und Kleintal, besiedelten. Das Großtal wird bewässert vom Reichenbach. Er hat seine Quellen an der nördlichen Mulde des Schauinsland, der Kappler Wand, die teilweise ins Frühjahr hinein als weiße Schneefläche sichtbar ist. Beim historischen Gasthaus zum Kreuz nimmt der Reichenbach von links her den Intenbach auf, der am Nordhang des Kybfelsen seinen Ursprung hat. Unterhalb des Kappler-Stollens liegt die auch heute noch genutzte Hoch- und Jungviehweide.

Urkundlich ist Kappel erstmals 1272 erwähnt, da gab es offenbar schon eine Pfarrei mit einem Kirchlein. Die heutige Dorfkirche St. Peter und Paul ist ein bauliches Kunstwerk im spätbarocken Stil und wurde 1749 eingeweiht.

Zur Ortsgeschichte
Schafe an der Skulptur Baum der Erkenntnis im Schnee
Abb. 1Schafe am Baum der Erkenntnis
Innenraum der Pfarrkirche St. Peter und Paul
Abb. 2St. Peter und Paul, geweiht 1749

IIDie Rundwege

Vom Dorfkern hinauf
zur alten Bergstation.

Beide Wege sind ausgeschildert und beginnen an Haltestellen der Buslinie 17. Am Tiefen Stollen und am Herchersattel kreuzen sie sich.

IIIVier Welten

Was am Weg erzählt wird.

IVKunst am Weg

Sieben Skulpturen,
sieben Fragen an unsere Zeit.

Coronus
II

Coronus

Von Schnabelmaske und Globalisierung

Bios
V

Bios

Von Doppelspiralen, Programmierung und des Schöpfers Handwerk

VSoundscapes

Hören, wie das Tal klingt.

Vogelchor im Morgengrauen, das Keckern des Igels, Kirchenglocken über den Weiden: 37 Aufnahmen an zehn Orten zeigen, was eine Klanglandschaft über Natur und Mensch verrät.

Zum Klangarchiv
  1. 01

    Bellstrophe einer Rotfuchsfähe

    Wald, Prangenkopf

  2. 02

    Kirchengeläut um 12Uhr mittags

    Pfarrkirche im alten Dorfkern

  3. 03

    Waldkauz

    Wald, Kamelberg

  4. 04

    Gluckernder Bach im Wald

    Bach

  5. 05

    Wald im Spätherbst, ein Trupp Schwanzmeisen

    Wald, Kamelberg

VIZeit

Siebeneinhalb Jahrhunderte
Kappler Tal.

  1. 1272

    Kappel wird erstmals urkundlich erwähnt. Schon damals gibt es eine Pfarrei mit einem Kirchlein.

  2. 1452

    Beginn der dokumentierten Bergbaugeschichte. Am Schauinsland wird Silber gewonnen, später Blei und Zink.

  3. 1716

    Vogt Johannes Steiert und die Gemeinde errichten das Mesnerhaus, bis 1840 zugleich Schulhaus.

  4. 1747

    Bau der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Matthias Fallers Tabernakel stammt von 1731.

  5. 1755

    Das Gasthaus zum Kreuz entsteht als „Gemeindestube mit Tavernen Recht“.

  6. 1806

    Nach rund 300 Jahren unter der Ortsherrschaft des Klosters Oberried kommt Kappel zum Großherzogtum Baden.

  7. 1900

    Am 1. März schwebt der erste mit Roherz beladene Hängewagen über die 5,3 km lange Seilbahn ins Tal.

  8. 1936

    Pfarrer Franz Josef Vitt dichtet das Kappler Lied: „O Dörflein still im Bergeskranz“.

  9. 1954

    Das Bergwerk schließt, im November wird die Seilbahn abgebaut. Eine Epoche endet.

  10. 1974

    Kappel wird in die Stadt Freiburg eingemeindet und behält Rathaus und Ortschaftsrat.

  11. 2017

    Das Biosphärengebiet Schwarzwald, zu dem das Kappler Tal gehört, wird von der UNESCO anerkannt.

  12. 2020

    Der Themenweg „Mensch – Zeit – Erde“ mit zwei Rundwegen, Skulpturen und Soundscapes entsteht.

VIIUnterwegs

Tafel IIDer kleine Rundweg, 6,95 km · 22 Stationen

Das Smartphone als Wanderführer.

  1. 1

    Rundweg wählen

    Klein oder groß: Die Karte zeigt Ihren Weg mit allen Stationen, auf Wunsch als Luftbild oder im 3D-Gelände.

  2. 2

    Standort freigeben

    Sie sehen, wo Sie stehen, wie weit es zur nächsten Station ist und in welche Richtung es geht.

  3. 3

    Ankommen und zuhören

    An jeder Station meldet sich die Seite, und die Geschichte zum Ort beginnt mit einem Fingertipp.

Live-Führung starten Ihr Standort bleibt auf Ihrem Gerät.

VIIIDas Kappler Lied

O Dörflein still im Bergeskranz,O schönes Kapplertal!Dein denk ich gern , o Heimat mein,Dich grüß ich tausendmal!
Das Kappler Lied, historische Liedtafel
Abb. 3Liedtafel mit dem Deißenhof um 1930

Text: Pfarrer Franz Josef Vitt, 1936. Melodie: volkstümlich. 2020 neu eingespielt vom Musikverein und dem MGV Freiburg-Kappel.

Alle elf Strophen

IXAnreise

Mit dem Bus direkt zum Start.

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