
- 1
O Dörflein still im Bergeskranz,O schönes Kapplertal!Dein denk ich gern , o Heimat mein,Dich grüß ich tausendmal!
- 2
Dort bei dem Kreuz vereinen sichZwei Täler , groß und klein,Und senden ihre SilberflutIns Dreisamtal hinein.
- 3
Dein Kirchlein winkt vom BergeshangDem Wand’rer freundlich zu!Manch Städter lenkt zu dir den SchrittUnd findet Rast und Ruh!
- 4
Es murmeln Bächlein silberhellZum Herdenglockenklang.Es klingt von grüner Heid’ herabDes Hirtenknaben Sang.
- 5
Der Bergbach braust bei Tag und Nacht,Das Mühlrad klappert drein.Es rauscht der dunkle TannenwaldZum Lied der Vögelein.
- 6
Der Landman ringt am steilen HangDer Scholle Nahrung ab,Und Müh’ und Sorge ist sein LosBis hin zum kühlen Grab.
- 7
Der fleiß’ge Bergmann bohrt und gräbtBei heller Lampe Schein.Es öffnet sich der SchauinslandUnd spendet Erzgestein.
- 8
Viel Körbe gleiten erzbeschwertAn hoher Drahtseilbahn;Sie schweben über Tal und Höh’nZur Aufbereitung dann.
- 9
Im tiefen Walde schwingt die AxtDer Waldarbeiter Schar,Und mancher Riese sinkt dahinVon mehr als hundert Jahr.
- 10
Und muß ich weilen fern von dir,Mein trautes Kapplertal!Wie sehn ich mich nach dir zurückUnd grüß dich tausendmal.
- 11
Schließt einst mein müdes Auge sich,O stilles Kapplertal!Du sollst mir Ruhestätte sein,Gruß dir zum letztenmal!
- Text
- Franz Josef Vitt, Pfarrer in Kappel im Tal (1936)
- Melodie
- volkstümlich
- Aufnahme
- Das Kappler Lied wurde in einer gemeinsamen Produktion des Musikverein Freiburg-Kappel e.V. unter der Leitung von Markus Riegger und dem MGV Freiburg-Kappel e.V. unter der Leitung von Frauke Alpermann im September 2020 aufgenommen (Klaus Gülker).
